Basisqualifikation in Handwerk und Gastronomie für geflüchtete Menschen

Seit Oktober 2018 hat der Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e. V. die Maßnahme „Basisqualifikation in Handwerk und Gastronomie für geflüchtete Menschen“ als 6-monatigen Kurs angeboten. Es hat sich gezeigt, dass diese Form der Qualifizierung von der Zielgruppe deutlich besser angenommen wurde als der vorangegangene „Allroundhandwerker“.

Nicht ausreichend ansprechen konnte der Verein die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit fokussierte Gruppe der rückkehrwilligen bzw. ausreisepflichtigen Geflüchteten. Daher hat der Verein in Zusammenarbeit mit der GIZ, Inhalt und vor allem Dauer der Maßnahme verändert.

Maßnahme wurde angepasst

Die Teilnehmenden können nun in einem Zeitraum von 8-12 Wochen Grundfertigkeiten des jeweiligen Berufsfeldes erlernen und als Nachweis einen Qualifizierungsbaustein absolvieren bzw. erhalten einen Nachweis über die erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten.

Die Qualifizierung erfolgt individuell, d. h. auf Basis der speziellen Bedarfe und Kompetenzen der Geflüchteten. Dabei werden auch die Bedarfe und die besonderen Voraussetzungen des Arbeitsmarktes des jeweiligen Heimatlandes berücksichtigt. Dazu arbeitet der Frankfurter Verein eng mit den Reintegrationsscouts der GIZ zusammen.

Rückkehrabsicht ist keine Voraussetzung für die Teilnahme

Es ist weiterhin so, dass eine Rückkehrabsicht keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Maßnahme darstellt. Auch Geflüchtete mit einer ungeklärten Bleibeperspektive können an der Qualifizierung teilnehmen.

Sollte sich im Lauf der Teilnahme oder im Anschluss ergeben, dass Menschen in ihre Heimatländer zurückkehren, können sie die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten für den Aufbau einer beruflichen Existenz nutzen. Im Falle eines Bleiberechtes kann die Teilnahme an der Qualifizierung ein Schritt in den hiesigen Arbeitsmarkt sein.

Die begleitenden Leistungen wie Monatskarte, Arbeitskleidung usw. haben sich nicht verändert, lediglich der Sprachkurs findet nicht mehr statt, stattdessen gibt es begleitend zur Praxis einen fachtheoretischen Unterricht.

Weitere Information in diesem Informationsflyer.

Für Fragen steht auch Thomas Kinzinger vom Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e. V. zur Verfügung.

Das Projekt findet statt im Rahmen des Programmes „Perspektive Heimat“, in dem das BMZ (Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) Unterstützung für rückkehrwillige Flüchtlinge aus folgenden Ländern anbietet: Albanien, Kosovo, Serbien, Tunesien, Marokko, Nigeria, Gambia, Ghana, Senegal, Irak, Afghanistan, Ägypten und Pakistan. Die Teilnehmer*innen an der Maßnahme sollen überwiegend aus diesen Ländern stammen.

Kontakt

Thomas Kinzinger
Arbeit und Berufliche Integration
Koordination Qualifizierungsmaßnahmen
Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e. V.
Große Seestraße 43
60486 Frankfurt am Main

Telefon 069 79405300
Telefax 069 79405301
Mobil 0172 9828198
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