Wissen hilft helfen

Man hört ja viel … und wir möchten, dass Sie Bescheid wissen! Daher haben wir an dieser Stelle Fakten zusammengetragen, die wir regelmäßig aktualisieren. Bitte zögern Sie nicht, uns eine E-Mail an zu schicken, wenn Sie eine Frage haben, die hier noch nicht beantwortet worden ist.

Aktuell leben ca. 340 Flüchtlinge in Niedernhausen. Sie leben in den Unterkünften in der Lucas-Cranach-Straße und in der Lochmühle. Einige Flüchtlinge sind dezentral untergebracht. Das „Blaue Dorf“ in der Frankfurter Straße wurde im Februar 2017 aufgelöst.

Ungefähr 50 bereits anerkannte Asylbewerber leben in privaten Wohnungen in unserer Gemeinde.

In Niedernhausen leben vor allem Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Eritrea, dem Irak und Somalia. Andere Länder, aus denen Flüchtlinge zu uns kommen, sind z. B. Äthiopien, Algerien, Türkei und Serbien.

Sichere Herkunftsstaaten

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) definiert „sichere Herkunftsstaaten“ wie folgt: „Als sicheren Herkunftsstaat definiert das Gesetz Länder, von denen sich aufgrund des demokratischen Systems und der allgemeinen politischen Lage nachweisen lässt, dass dort generell keine staatliche Verfolgung zu befürchten ist und dass der jeweilige Staat grundsätzlich vor nichtstaatlicher Verfolgung schützen kann.“ Detaillierte Informationen sowie die jeweils aktuelle Liste der sicheren Herkunftsstaaten findet sich auf der Website des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Länder mit sicherer Bleibeperspektive

„Länder mit sicherer Bleibeperspektive“ sind Länder, bei denen die Anerkennungsquote bei 50 % liegt – das heißt, Flüchtlinge aus den folgenden Ländern haben gute Chancen, bei uns als Asylbewerber anerkannt zu werden: Syrien, Iran, Irak und Eritrea. Seit Herbst 2016 zählt auch Somalia zu den Ländern mit sicherer Bleibeperspektive. Aktuell wird der Status der Flüchtlinge aus Afghanistan diskutiert – hier gibt es noch keine finale Entscheidung.

Die Konsequenzen aus der Kategorisierung

Was bedeutet diese Aufteilung? Menschen aus Ländern mit sicherer Bleibeperspektive können – auf Antrag beim BAMF – bereits VOR der Anerkennung als Asylbewerber an Integrationskursen oder einer Reihe von anderen Integrationsprogrammen teilnehmen. Da man davon ausgeht, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach hierbleiben werden, möchte man ihnen den Weg zur Teilhabe an unserer Gesellschaft schnellstmöglich ebnen.

Im Umkehrschluss bedeutet es, dass Flüchtlinge aus den anderen Ländern zunächst weniger staatliche Unterstützung erfahren. Hier ist ehrenamtliche Arbeit ein wichtiger Baustein in der Integration.

Es muss immer unterschieden werden, ob es sich um Arbeit vor der Anerkennung oder Arbeit nach der Anerkennung handelt.

Vor der Anerkennung dürfen Flüchtlinge nur in sehr begrenztem Umfang arbeiten und auch nur mit Zustimmung des Ausländeramtes des Rheingau-Taunus-Kreises und des für Ausländer zuständigen Jobcenters in Frankfurt am Main. Die erzielten Einkünfte werden zum größten Teil mit der Unterstüzung nach dem Asyslbewerber-Leistungsgesetz verrechnet.

Nach der Anerkennung ergibt sich eine andere Situation, denn dann hat man – wie jeder andere Bürger der Bundesrepublik Deutschland – grundsätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen.

Materialien

In unseren Materialien finden Sie jede Menge Hilfsmittel und Informationen für die Arbeit mit Flüchtlingen.

Thema: Arbeit

Programme, die Flüchtlinge ihn Lohn und Brot bringen wollen, finden Sie unter dem Thema: Arbeit.

Ehrenamt

Warum das Ehrenamt so wichtig ist.

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